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Schraubgrund

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Schraubfundament für den Hausbau

Ein Schraubfundament für den Hausbau wird vor allem für Häuser in Holzbauweise angeboten, auch für Fertig- und Modulhäuser. Im Holzbau ist es üblich, ein Haus auf Pfählen oder Punktfundamenten aufzuständern. Am weitesten verbreitet ist dort allerdings die Bodenplatte aus Stahlbeton.

Ob ein Schraubfundament Ihr Haus trägt, zeigen Boden und Statik. Das Haus muss nachweislich standsicher sein, und die Tragfähigkeit wird in der Regel für das einzelne Bauvorhaben ermittelt. Hier lesen Sie, was Bauordnung und Bauartgenehmigung verlangen, wie ein Projekt abläuft und welche Unterlagen der Fachbetrieb für ein Angebot braucht.

Holzhaus im Rohbau auf Schraubfundamenten – Platzhalter, Foto einer echten Baustelle

Darf ein Wohnhaus auf Schraubfundamenten stehen?

Welches Recht gilt

Es gelten die Bauordnungen der 16 Länder. Die Musterbauordnung (MBO) ist eine Vorlage dafür und nicht unmittelbar anwendbar. Die folgenden Angaben folgen der MBO in der Fassung von 2024. In Bayern etwa steht die Regel zu Bauartgenehmigungen in Art. 15 Abs. 2 BayBO.

Wer die Statik nachweist

Bei Gebäuden der Gebäudeklassen 1 bis 3 erstellt ein Tragwerksplaner den Standsicherheitsnachweis. Gemeint ist eine Person mit einschlägigem Hochschulabschluss und mindestens drei Jahren Berufserfahrung in der Tragwerksplanung, die in einer Liste eingetragen ist.

Gebäudeklasse 1 sind freistehende Gebäude bis 7 m Höhe mit höchstens zwei Nutzungseinheiten von zusammen höchstens 400 m² Brutto-Grundfläche. Gebäudeklasse 2 sind solche Gebäude, die nicht frei stehen, Gebäudeklasse 3 sonstige Gebäude bis 7 m Höhe. Mit „Höhe“ ist dabei nicht die Firsthöhe gemeint. Gemessen wird die Oberkante des Fußbodens im obersten Geschoss, in dem ein Aufenthaltsraum möglich ist, über dem Gelände im Mittel.

Wer den Nachweis prüft

Bei Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 muss der Standsicherheitsnachweis nach der MBO weder bauaufsichtlich geprüft noch von einem Prüfsachverständigen bescheinigt werden. Eine Baugenehmigung für ein solches Haus bedeutet nach diesem Muster deshalb nicht, dass die Behörde den Standsicherheitsnachweis und damit die Gründung geprüft hat.

Nach welchen Regeln geplant wird

Gründungen mit Schraubfundamenten werden grundsätzlich nach den Technischen Baubestimmungen geplant, bemessen und ausgeführt. Für die äußere Tragfähigkeit sind das etwa DIN EN 1997-1 und DIN 1054. Technische Baubestimmungen sind technische Regeln, die nach dem Recht des jeweiligen Landes beachtet werden müssen.

Wann eine Bauartgenehmigung nötig ist

Weicht eine Bauart wesentlich von den Technischen Baubestimmungen ab, braucht sie nach § 16a MBO eine Bauartgenehmigung. Dasselbe gilt, wenn es für sie keine allgemein anerkannten Regeln der Technik gibt. Allgemein anerkannt sind Regeln, die die Mehrheit der Fachleute als richtig anerkennt und anwendet.

Die Bauartgenehmigung wird entweder allgemein vom DIBt erteilt oder für das einzelne Vorhaben, dann meist von der obersten Bauaufsichtsbehörde des Landes. In bestimmten Fällen genügt ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis, oder die Behörde legt fest, dass keine Bauartgenehmigung nötig ist. Ob ein bestimmtes Schraubfundament darunter fällt, sagt das Gesetz nicht.

Was die Bauartgenehmigung Z-34.15-253 abdeckt

Die Bauartgenehmigung Z-34.15-253 gilt bis 22.12.2028. Sie umfasst nur drei Baugrößen eines Herstellers. Das sind Schraubpfähle, die segmentweise eingedreht werden und mindestens 1,7 m, im Regelfall bis 8 m tief reichen. Andere Produkte deckt sie nicht ab, auch keine kurzen Garten-Schraubfundamente.

Die Pfähle müssen mindestens 1,20 m tief in der tragfähigen Bodenschicht stecken. Fachleute nennen das Einbindetiefe. Planmäßig dürfen die Pfähle nur in Längsrichtung belastet werden, waagerechte Lasten nur bis 3 % der senkrechten. Wie die übrigen waagerechten Kräfte abgetragen werden, klärt der Tragwerksplaner. Mit „genehmigtem System“ ist auf dieser Seite immer dieses eine Produkt gemeint.

Die Angaben in diesem Abschnitt ersetzen keine Rechtsberatung.

Für welche Häuser eignet sich ein Schraubfundament?

Das entscheiden im Einzelfall Boden und Statik. Angeboten werden Schraubfundamente vor allem für Häuser in Holzbauweise, auch für Fertig- und Modulhäuser.

Holzhäuser in Holzrahmen- oder Holzständerbauweise

Neben Keller und Stahlbeton-Bodenplatte sind im Holzbau aufgeständerte Gründungen auf Pfählen, Punkt- oder Streifenfundamenten üblich. Das Holz liegt dann außerhalb des Spritzwasserbereichs, und Leitungen bleiben zugänglich.

Ein Fachbetrieb setzt bei Wohnhäusern vorrangig Schraubfundamente mit 114 mm Durchmesser und 2 bis 6 m Länge ein. Für ein Holzhaus mit rund 100 m² Grundfläche rechnet er je nach Statik und Boden mit etwa 25 bis 35 Stück von 2 bis 3 m Länge. In einem Praxisbeispiel aus der Fachpresse liegt das Haus auf Holzschwellen, die mit den Kopfplatten der Fundamente verschraubt sind. Wie es diesem Haus später erging, lesen Sie im Abschnitt zum Bodengutachten.

Modulhäuser und vorgefertigte Häuser

Einige Modul- und Holzhausanbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen Schraubfundamente vor oder bieten sie an. Ein Modulhaus-Anbieter gründet meist auf Punkt- oder Streifenfundamenten und wählt die Fundamentart je Projekt mit Planung und Statik.

Betonfrei ist nicht jedes System. Bei einem Anbieter werden die eingedrehten Hülsen mit Beton verfüllt. Planen Sie ein Fertighaus, fragen Sie den Hersteller, ob er eine Gründung auf einzelnen Punkten vorsieht. Mehr zu kleinen Häusern und Modulen lesen Sie unter Tiny House und Modulhaus.

Anbauten

Schraubfundamente werden auch für Anbauten angeboten, etwa für Carports, Vordächer, Terrassenüberdachungen und nachträglich angebaute Balkone. Für einen Anbau mit Wohnraum klären Sie Boden und Statik wie beim Haus. Mehr dazu lesen Sie unter Carport und Terrasse und Überdachung.

Wo die Grenzen liegen

Ob Ihr Haus dazugehört, entscheidet die Statik. Schraubfundamente stoßen dabei an Grenzen:

  • Aggressive oder belastete Böden gelten als ungeeignet. Für feuerverzinkte Pfähle des genehmigten Systems nennt der Bescheid in Bodenklasse III nur noch einen Planungswert von 10 Jahren Nutzungsdauer.
  • Einen Keller ersetzt ein Schraubfundament nicht. Bei sehr großen oder schweren Häusern wachsen Zahl und Größe der Fundamente mit.

Bei schlechtem Untergrund kommen zwei Wege infrage. Bei einer Flachgründung gehen die Lasten flächig über Fundamente in den Boden. Auf schlechtem Untergrund sieht man dafür eine Fundamentplatte vor, weil sie Verformungsunterschiede besser ausgleicht.

Bei einer Tiefgründung tragen Pfähle die Lasten in tiefere, tragfähige Schichten ab. Das DIBt ordnet den einzelnen Schraubpfahl als Mikropfahl oder Verdrängungspfahl ein. Er gehört damit zu den Pfählen einer Tiefgründung. Lange Schraubpfähle werden auch für Tiefgründungen angeboten, wenn tragfähige Schichten erst in mehreren Metern Tiefe liegen. Welche Lösung passt, klären Bodengutachten und Statik.

Wann Beton die bessere Wahl ist, lesen Sie unter Vor- und Nachteile. Den Vergleich der Fundamentarten finden Sie unter Fundament ohne Beton: Schraub- oder Betonfundament?. Wie ein Schraubfundament aufgebaut ist, erklärt Was ist ein Schraubfundament?.

Brauche ich ein Bodengutachten?

Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Baugrundgutachten für private Bauherren nicht allgemein. Oft wird es auch Bodengutachten genannt. Die verbindliche Norm DIN 1054 verweist allerdings teils auf die Gutachten-Norm DIN 4020. Dadurch können einzelne Anforderungen im Einzelfall mittelbar gelten.

Bei problematischem Boden können Planer aus Haftungsgründen faktisch verpflichtet sein, zu einem Gutachten zu raten. Erstellt wird es meist von einem Sachverständigen für Geotechnik. Die Anforderungen richten sich nach DIN 4020 und DIN EN 1997-2.

Für ein Haus auf Schraubfundamenten ist das Gutachten die Grundlage der Planung. Die Tragfähigkeit wird in der Regel für das einzelne Objekt ermittelt, unter anderem durch Baugrunduntersuchungen. Beim genehmigten System muss außerdem die Bodenklasse bestimmt werden. Sie beschreibt, wie stark der Boden Stahl korrodieren lässt.

Für die Fundamentplanung wird ein Bodengutachten vorausgesetzt. Ein Fachbetrieb gründet Wohnhäuser auf einer Gründungsstatik, die auf einem Bodengutachten mit schwerer Rammsondierung beruht. Statik und Gutachten beauftragen und bezahlen Sie bei ihm selbst.

Warum die Untersuchung des Bodens zählt, zeigt ein Praxisbeispiel aus der Fachpresse. Ein eingeschossiges Holzhaus wurde 2018 nach erteilter Baugenehmigung auf Schraubfundamenten mit 1.400 mm Länge gegründet. Es war ein anderes System als das oben beschriebene genehmigte, dessen Bauartgenehmigung erst ab 1,7 m Einbautiefe gilt. Eine Zulassung oder Bauartgenehmigung des verwendeten Systems erwähnt der Bericht nicht.

Die Baugenehmigung betraf das Haus. Ob die Gründung dabei geprüft wurde, nennt der Bericht nicht. Bei Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 und 2 sieht die MBO eine Prüfung des Standsicherheitsnachweises auch nicht vor.

Etwa ein halbes Jahr später zeigten sich Setzungen, an einer Stelle bis 10 cm. Tragfähige Schichten lagen erst ab etwa 2 m Tiefe. Nach Einschätzung eines Fachberaters des Fundamentherstellers hätte der ausführende Betrieb den Untergrund vor dem Bau untersuchen lassen müssen.

Saniert wurde mit längeren Schraubfundamenten eines anderen Herstellers, die 3,20 m tief eingebaut wurden. Der Betrieb nennt die Sanierung aufwendig. Derselbe Fachberater wies darauf hin, dass ein nachgebender Boden auch ein Betonfundament treffen kann.

So läuft ein Haus-Projekt ab

  1. Boden und Statik klären. Am Anfang steht das Bodengutachten. Aus ihm und den senkrechten und waagerechten Lasten entsteht der Fundamentplan. Vor Baubeginn verlangt die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, bei den Leitungseigentümern Informationen über erdverlegte Leitungen einzuholen.
  2. Probebelastung und Fundamentplan. Bei einer Probebelastung werden Probepfähle auf der Baustelle belastet, um die Tragfähigkeit zu ermitteln. Die Bauartgenehmigung Z-34.15-253 verlangt das je Baugröße. Das Baufeld wird dafür in Bereiche mit vergleichbarem Boden geteilt, und je Bereich werden mindestens zwei Probepfähle geprüft. Bestätigt die Probebelastung die Vorbemessung nicht, werden die Pfähle länger. Anzuordnen sind die Pfähle so, dass sie sich nicht verbiegen, wenn eine Last ungewollt außermittig wirkt. Möglich sind zum Beispiel mindestens drei Pfähle unter einer Einzellast, zwei Pfahlreihen unter einer Linienlast wie einer Wand oder andere konstruktive Maßnahmen.
  3. Eindrehen und prüfen. Beim genehmigten System wird das Drehmoment beim Eindrehen protokolliert. Wird das maximale Eindrehmoment erreicht, bevor der Pfahl tief genug in der tragfähigen Schicht steckt, wird abgebrochen. Die Tragfähigkeit ist dann mit zusätzlichen Probebelastungen nachzuweisen. Nach dem Einbau folgt die Abnahmeprüfung. Dabei werden 3 % der Pfähle, mindestens zwei je Bereich, mit einer vorher festgelegten Prüfkraft belastet. Die ausführende Firma bestätigt schriftlich, dass nach der Bauartgenehmigung gebaut wurde. Diese Übereinstimmungserklärung bekommen Sie für die Bauakte. Ein Fachbetrieb liefert ein Einbauprotokoll mit Drehmoment und Tiefe. Fundamentpunkte und Höhen lässt bei ihm der Bauherr vorher von einem Vermesser einmessen.
  4. Haus aufbauen. Auf die Fundamente kommt die Unterkonstruktion des Hauses, etwa Schwellen. Das sind liegende Holzbalken, die mit den Kopfplatten verschraubt werden. Die Bauartgenehmigung verlangt, den Pfahlkopf plan und zentriert anzuschließen und dauerhaft gegen Verdrehen zu sichern. Die Anbindung ist gesondert nachzuweisen.

Die Schritte 2 und 3 beschreiben, was die Bauartgenehmigung für ihr System verlangt. Ausgenommen sind die Angaben zur Praxis des Fachbetriebs. Bei anderen Systemen klären Sie mit dem Tragwerksplaner, welche Prüfungen nötig sind.

Wie wird die Holzdecke über dem Gelände geschützt und gedämmt?

Gegen Feuchte vor allem baulich. Die Holzschutznorm DIN 68800 setzt vorrangig auf bauliche Maßnahmen. Vorbeugender chemischer Holzschutz bleibt begründeten Einzelfällen vorbehalten.

DIN 68800-2 nennt Bedingungen, unter denen Holzbauteile der Gebrauchsklasse 0 zugeordnet werden können. Dieser Klasse gehören Bauteile an, die weder durch Feuchte noch durch Insekten gefährdet sind. Allgemeine Pflichtmaße sind diese Bedingungen nicht. Welche Lösung Ihr Haus bekommt, legt die Planung fest. Die Werte stammen aus dem holzbau handbuch, das die Norm wiedergibt.

Für die Holzdecke eines aufgeständerten Hauses gelten diese Bedingungen:

Decke über dem Gelände Bedingung für Gebrauchsklasse 0 nach DIN 68800-2
Offen, belüftet über mindestens zwei Seiten mindestens 50 cm zwischen Unterkante Decke und Gelände
Offen, ohne diese Belüftung mindestens 100 cm
Abstand nicht erreicht oder geschlossener Raum darunter alle Bedingungen für Decken über Kriechkellern. Dazu gehören unter anderem mindestens 20 cm Höhe (50 cm empfohlen), Lüftungsöffnungen von 10 bis 20 cm² je m² Grundfläche mit kleintiersicherer Abdeckung und eine Folie auf dem Erdreich mit Kies oder Dämmung darüber

Ein Kriechkeller ist hier ein niedriger, geschlossener Raum unter der Holzdecke. Für Schwellen von Außenwänden im Sockelbereich nennt die Norm eigene Bedingungen, von denen eine erfüllt sein muss. Zur Wahl stehen mindestens 30 cm Abstand zum Gelände, mit Kiesbett oder wasserableitendem Belag mindestens 15 cm oder mit zusätzlicher Abdichtung mindestens 5 cm. Diese Werte gelten für die Wandschwelle, nicht für den Abstand einer aufgeständerten Decke zum Gelände.

Aufbau des Bodens

Eine Holzdecke über Außenluft ist luftdicht und dampfbremsend auszuführen. Die Bekleidung auf der Unterseite soll für den Feuchtbereich geeignet sein.

Im Praxisbeispiel lag auf den Schwellen eine Bodenplatte aus Holz-Stegträgern mit 360 mm Dämmraum. Unten schloss eine zementgebundene Faserplatte sie ab, oben eine OSB-Platte, dazwischen lag eingeblasene Zellulose. Die Leitungen wurden vorher eingelegt. Unter dieser Bodenplatte blieben nur 25 cm Platz, wie der spätere Bericht über die Sanierung zeigt.

Warum die Lüftung zählt

Ein Forschungsbericht von 2008 hat geschlossene, belüftete Kriechkeller unter Holzbodenplatten untersucht. Wo die Erde offen lag, stieg die Luftfeuchte im Sommer auf 90 bis 95 %, und es bildete sich Schimmel. Ohne Belüftung feuchteten die Bereiche dauerhaft auf.

Der Bericht weist darauf hin, dass Eigentümer Belüftung und Bodenabdeckung erhalten müssen. Eine offene Aufständerung hat er nicht untersucht.

Dämmung und Energiebedarf

Ein neues Wohngebäude darf nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) höchstens das 0,55-Fache des Jahres-Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes haben. Bis 28.07.2026 hieß das Gesetz Gebäudeenergiegesetz. Das Referenzgebäude ist ein gedachtes Vergleichsgebäude mit gleicher Form, Nutzfläche und Ausrichtung und festgelegter Ausführung.

Für dieses Vergleichsgebäude setzt das Gesetz bei Geschossdecken gegen Außenluft einen U-Wert von 0,28 W/(m²K) an, bei Bodenplatten 0,35 W/(m²K). Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch ein Bauteil geht. Je kleiner er ist, desto besser.

Diese Werte beschreiben das Vergleichsgebäude und sind keine Vorgabe für das einzelne Bauteil. Jedes Bauteil gegen Außenluft oder Erdreich muss aber den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 und -3 erfüllen. Wie Ihr Boden einzuordnen ist und welchen Dämmwert er braucht, berechnet der Energieberater.

Was der Fachbetrieb für ein Angebot braucht

Je mehr davon Sie mitschicken, desto genauer wird das Angebot:

  • Grundriss oder Bauplan
  • Ort der Baustelle
  • Bodengutachten, falls vorhanden
  • Lastangaben aus der Statik, falls vorhanden
  • Leitungspläne, falls vorhanden
  • Fotos von Grundstück und Zufahrt
  • Gewünschter Zeitraum

Bodengutachten und Lastangaben sind die Grundlage des Fundamentplans. Leitungspläne können schon vor den Belastungsversuchen nötig sein. Was fehlt, klärt der Fachbetrieb mit Ihnen.

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Unterlagen für das Angebot

  • Grundriss oder Bauplan
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  • Bodengutachten · falls vorhanden
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Was kostet ein Schraubfundament für ein Haus?

Einen Festpreis für ein Haus gibt es nicht, weil Zahl und Länge der Fundamente von Boden und Statik abhängen. Die Fundamente eines Holzhauses mit rund 100 m² kosten bei einem Fachbetrieb mit Einbau zum Beispiel 8.850 bis 15.200 € netto. Das ist eine unverbindliche Beispielspanne, Stand Oktober 2026. Enthalten ist die Baustelleneinrichtung, nicht enthalten sind Anfahrt, Lieferung und Maschinen.

Auch Statik und Bodengutachten sind darin nicht enthalten. Woraus sich der Preis zusammensetzt und welche Nebenkosten hinzukommen, steht unter Kosten für Schraubfundamente: Material, Einbau und Nebenkosten. Verbindlich ist erst ein Angebot für Ihr Haus.

Häufige Fragen zum Hausbau

Wie lange hält ein Schraubfundament unter einem Haus?

Eine allgemeine Zahl gibt es nicht. Wie die Dauerhaftigkeit von Stahl im Boden nachzuweisen ist, regeln die Technischen Baubestimmungen nicht abschließend. Für das genehmigte System nennt der Bescheid Planungswerte für die Nutzungsdauer. Sie hängen von Bodenklasse und Korrosionsschutz ab.

Bei feuerverzinkten Pfählen reichen sie von 100 Jahren in den Bodenklassen Ia und Ib bis zu 10 Jahren in Bodenklasse III. Die Bodenklasse wird nach DIN 50929-3 bestimmt. Die Werte sind Planungsannahmen für genau dieses System. Wie lange Schraubfundamente allgemein halten, sagen sie nicht.

Brauche ich eine Baugenehmigung?

Nach der Musterbauordnung braucht die Errichtung einer Anlage grundsätzlich eine Baugenehmigung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Liegt das Vorhaben im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, sieht die MBO unter Bedingungen eine Genehmigungsfreistellung vor. Genehmigungsfreistellung heißt, dass ohne Baugenehmigung gebaut wird. Sonderbauten sind davon ausgenommen. Ob und wie Ihr Land das übernommen hat, steht in Ihrer Landesbauordnung.

Weder die Freistellung noch die Genehmigungsfreiheit entbinden davon, die Anforderungen einzuhalten, etwa an die Standsicherheit. Die Bauartgenehmigung des genehmigten Systems ersetzt keine Baugenehmigung. Ihr Bescheid stellt klar, dass er keine gesetzlich vorgeschriebene Genehmigung ersetzt. Was für Ihr Vorhaben gilt, klären Sie im Einzelfall mit dem Bauamt.

Geht ein Schraubfundament auch bei schwierigem Boden?

Das hängt vom Boden ab. Lange Schraubpfähle werden segmentweise bis zur erforderlichen Tiefe eingedreht, beim genehmigten System im Regelfall bis 8 m. In Fels geht es nur nach Vorbohren. Ein Zimmermeister berichtet, dass die Auszugswerte in grobkörnigem Kies schlechter waren als in lehmigem Boden. Was für aggressive Böden gilt, steht oben im Abschnitt „Wo die Grenzen liegen“.

Wie wird der Boden unter dem Haus gedämmt?

Mit einer gedämmten Holzdecke, die luftdicht und dampfbremsend ausgeführt wird. Einzelheiten stehen oben im Abschnitt zu Schutz und Dämmung der Holzdecke.

Kann ich die Fundamente für mein Haus selbst eindrehen?

Für ein Wohnhaus nicht. Bei Wohngebäuden und genehmigungspflichtigen Vorhaben gehört die Montage in Fachhand. Beim genehmigten System gehören Probebelastung und Abnahmeprüfung dazu. Was beim Selbsteindrehen kleinerer Projekte zu beachten ist, lesen Sie unter Schraubfundamente selber eindrehen.

Angebot für Ihr Haus

Sie planen ein Haus auf Schraubfundamenten? Wir geben Ihre Anfrage an einen geprüften Fachbetrieb weiter, der schon Schraubfundamente für Häuser gesetzt hat. Die Anfrage ist kostenlos und unverbindlich. Grundriss, Bodengutachten und Fotos können Sie direkt anhängen. Ob Sie ein Angebot annehmen, entscheiden Sie danach selbst.

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Weitere Anwendungen: Tiny House und Modulhaus · Holzbau für Betriebe · Container

Quellen

Diese Seite wurde am 27.10.2026 überarbeitet.

  1. Bayerische Bauordnung (BayBO) Art. 15 Bauarten · Gesetz · abgerufen am 2026-10-17
  2. Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis 28.07.2026 Gebäudeenergiegesetz), gesetze-im-internet.de: Gesamtausgabe und § 11 · Gesetz · abgerufen am 2026-10-17
  3. Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, vormals Gebäudeenergiegesetz), gesetze-im-internet.de: § 15 · Gesetz · abgerufen am 2026-10-17
  4. Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, vormals Gebäudeenergiegesetz), gesetze-im-internet.de: Anlage 1 · Gesetz · abgerufen am 2026-10-17
  5. Musterbauordnung (MBO), Fassung November 2002, zuletzt geändert durch Beschluss der Bauministerkonferenz vom 26./27.09.2024 (PDF über DIBt) · Gesetz · abgerufen am 2026-10-17
  6. DIBt Allgemeine Bauartgenehmigung Z-34.15-253: KRINNER V-Serie - Schraubpfahl als Gründungselement für bauliche Anlagen (22.12.2023) · Zulassung · abgerufen am 2026-10-17
  7. DIBt Allgemeine Bauartgenehmigung Z-34.15-253: KRINNER V-Serie - Schraubpfahl als Gründungselement für bauliche Anlagen (22.12.2023); Z-34.15-254; Z-34.15-256 · Zulassung · abgerufen am 2026-10-17
  8. DIBt: Verzeichnis der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen, Zulassungsbereich 34 Tiefbau und Grundbau (Stand 20.10.2026) · Zulassung · abgerufen am 2026-10-27
  9. BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft: Baustein C 472 Erdverlegte Leitungen (07/2021) · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  10. DIBt Informationsportal Bauprodukte und Bauarten: Schraubfundamente, Stabanker und ähnliche · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  11. DIBt: FAQs on the German regulatory system for construction products and construction techniques · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  12. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: Kurzinformation „Das Baugrund- und Gründungsgutachten“, WD 7 - 3000 - 143/20 (18.01.2021) · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  13. MFPA Leipzig / TU München, Lehrstuhl für Holzbau (Winter, Bauer, Werther): Kurzbericht „Untersuchung der klimatischen Verhältnisse in Kriechkellern unter gedämmten Holzbodenplatten“ (23.06.2008) · Wissenschaft · abgerufen am 2026-10-17
  14. holzbau handbuch Reihe 5 Teil 2 Folge 2: Holzschutz – Bauliche Maßnahmen, 2. Auflage 01/2023 (Holzbau Deutschland-Institut e.V., Informationsdienst Holz) · Verband · abgerufen am 2026-10-17
  15. baublatt Nr. 18 (3.9.2021), J. Zeitner: Schraubfundamente – Solide bauen ohne Beton · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17
  16. Baunetz Wissen Beton: Flachgründungen · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17
  17. Baunetz Wissen Beton: Tiefgründungen · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17
  18. Baunetz Wissen, Glossar: Wärmedurchgangskoeffizient · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17
  19. dach+holzbau 07/2019, Rüdiger Sinn: Sanierung mit Bodengutachten und Schraubfundamenten · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17
  20. dach+holzbau 08/2018, Rüdiger Sinn: Bau eines Holzhauses auf Schraubfundamenten (Ein Haus auf 30 Stützen) · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17
  21. dach+holzbau 08/2018, Rüdiger Sinn: Ein Haus auf 30 Stützen · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17

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