Vorschau Texte aus content/entwuerfe/ (nicht freigegeben) · 1 markierte Platzhalter auf dieser Seite · noindex
Zum Inhalt
Schraubgrund

Kostenlos und unverbindlich

Angebot anfordern

Schraubfundamente planen: Abstand, Fundamentplan, Unterlagen

Planung in sechs Schritten

Bei größeren Vorhaben wie Haus, Holzbau, Container oder Halle läuft eine Gründung mit Schraubfundamenten üblicherweise so ab. Für Zaun, Gartenhaus, Terrasse und leichte Carports genügen einem Fachbetrieb dagegen Montageanleitung oder Bauplan.

  1. Zuerst werden Lasten, Baugrund, Leitungen und Höhen geklärt, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.
  2. Dann folgt das Baugrundgutachten, meist von einem Sachverständigen der Geotechnik. Es macht unter anderem Angaben zu Tragfähigkeit, Grundwasser und Bodenaggressivität. Beim genehmigten System Z-34.15-253 richtet sich danach der Korrosionsschutz.
  3. Aus dem Gutachten, den Lastangaben der Objektplanung und der Statik des gewählten Systems entsteht der Fundamentplan.
  4. Bei der Probebelastung werden Probepfähle auf dem Baugelände gezielt belastet. Aus dem Prüfbericht folgen Montagewerte wie das Mindestdrehmoment.
  5. Erst werden die Fundamentpunkte eingemessen. Dann werden die Fundamente eingedreht, und das Drehmoment wird je Position dokumentiert.
  6. Zum Schluss wird geprüft und übergeben. Ein Fachbetrieb misst die Kopfhöhen ein, bevor die Holzkonstruktion zugeschnitten wird, und hält sie im Einbauprotokoll fest. Fachleute nennen diesen Zuschnitt Abbund. Beim genehmigten System erhält der Bauherr die Übereinstimmungserklärung für die Bauakte.

Leitungspläne können schon vor den Belastungsversuchen nötig sein.

Was muss vor der Planung feststehen?

Bevor der Fundamentplan entsteht, müssen Lasten, Baugrund, Leitungen und Höhen feststehen.

Lasten

Für die Auswahl der Schraubfundamente zählen Eigenlast, Nutzlasten und Wind. Bei Dächern kommt Schnee dazu. Die Normen für Schnee- und Windlasten führt die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen, kurz MVV TB. In der Ausgabe 2025/1 sind das DIN EN 1991-1-3 für Schnee und DIN EN 1991-1-4 für Wind. Die Zonen ergeben sich aus Tabellen nach Verwaltungsgrenzen.

Wind drückt nicht nur, er zieht auch nach oben. Bei Carports müssen die Fundamente deshalb verhindern, dass der Carport bei Windsog abhebt.

Die Lasten je Auflager kommen aus der Objektplanung, etwa je Stütze vom Hochbauingenieur. Für Container stellt ein Containerhersteller auf Anfrage Fundamentpläne mit Lasten je Punkt bereit, wenn die Anlage nach seinen Anordnungsmöglichkeiten geplant ist.

Baugrund

Nach Auskunft des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages (2021) gibt es keine allgemeine gesetzliche Pflicht privater Bauherren zum Bodengutachten. Im Einzelfall kann es aber angezeigt sein. Die Erkundungsnorm DIN 4020 ist nicht als Technische Baubestimmung eingeführt. Die eingeführte DIN 1054 verweist allerdings teils auf sie. Deshalb können im Einzelfall einzelne Teile mittelbar gelten.

Nach der Kurzbeschreibung von DIN 4020 soll der Baugrund schon für Entwurf und Ausschreibung bekannt sein. Aggressive oder belastete Böden können Schraubfundamente ausschließen. Dann hilft der Vergleich Schraub- oder Betonfundament?.

Ein Fachbetrieb gründet Wohnhäuser auf einer Gründungsstatik mit Bodengutachten. Als häufigste Fehler nennt er zu kurze Fundamente, die die Frosttiefe nicht erreichen, fehlende Leitungsauskunft und Überlastung des Bodens ohne vorherige Probebohrung.

Leitungen im Boden

Für Erdarbeiten sieht die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft vor, vor Baubeginn bei den Leitungseigentümern Lage und Schutzabstände erdverlegter Leitungen zu erfragen. Stößt man auf unbekannte Leitungen, sind die Arbeiten sofort einzustellen. Im vermuteten Leitungsbereich wird von Hand geschachtet, mit 1,0 m Schutzstreifen.

Bei einem Versorger liegt die Wasser-Hausanschlussleitung in der Regel etwa 1,00 m tief. Ein anderer verlangt mindestens 90 cm Überdeckung.

Tipp: Holen Sie die Leitungsauskunft auch für kurze Schraubfundamente ein.

Vermessung und Höhen

Bei Modulhäusern aus mehreren Modulen wird jeder Auflagerpunkt einzeln eingemessen und in der Höhe geprüft. Bei einem Fachbetrieb gibt der Auftraggeber das Einmessen der Fundamentpunkte und die Höhenvorgabe bei einem Vermesser in Auftrag.

Ein Beispiel aus dem Landesrecht ist Bayern. Dort enthält der Lageplan, soweit nötig, die öffentlichen Leitungen mit ihren Abständen zur Anlage (§ 7 Abs. 3 BauVorlV). Soweit nötig, nennt er auch die Höhenlage der Eckpunkte von Grundstück und Anlage, bezogen auf das Höhenbezugssystem. Die Schnitte zeigen die Gründung sowie das vorhandene und das geplante Gelände (§ 8 Abs. 2 Nr. 2 BauVorlV).

Andere Länder regeln das eigenständig. Amtliche Höhen heißen „Höhen über Normalhöhen-Null (NHN) im DHHN2016“. Geben Sie im Fundamentplan an, auf welches Höhensystem sich Kopf- und Geländehöhen beziehen.

Wie viele Schraubfundamente braucht ein Vorhaben, und wie werden sie angeordnet?

Das ergibt erst die Statik mit Werten vom Standort. Eine Formel für die Stückzahl gibt es nicht. Was der Boden um das Fundament aufnimmt, heißt äußere Tragfähigkeit. Sie wird in der Regel je Objekt ermittelt.

Nach einem Forschungsvorhaben für das DIBt lässt sich das Tragverhalten kaum mit Rechenmodellen vorhersagen. Auf Druck hing die Tragfähigkeit dort im Wesentlichen von Durchmesser und Einbindetiefe ab. Mit Einbindetiefe ist gemeint, wie tief das Fundament im tragfähigen Boden steckt. Auf Zug zählte bei den untersuchten Einbindetiefen vor allem die Einbindetiefe.

Länge

Das Fundament soll durch die lockere obere Bodenschicht bis in den gewachsenen Boden reichen. Mit etwa 800 mm reicht es in vielen typischen Fällen bis unter die Frostgrenze. Wie tief der Frost reicht, hängt allerdings von der Region ab. Lange Schraubpfähle mit der allgemeinen Bauartgenehmigung Z-34.15-253 müssen mindestens 1,20 m in die tragfähige Schicht einbinden.

Werte aus dem Datenblatt

Ein Datenblatt nennt zum Beispiel charakteristische Tragwerte je Boden und Länge. Sie gelten nur für vollständig eingedrehte Fundamente. In der Geotechnik ist ein charakteristischer Wert eine vorsichtige Schätzung.

Für den Sicherheitsnachweis werden anschließend die Lasten mit Sicherheitsfaktoren erhöht und die Widerstände vermindert. Fachleute sprechen von Teilsicherheitsbeiwerten. Prüfen Sie deshalb bei jedem Wert, welche Art Wert angegeben ist.

Für Pfahlwiderstände aus Probebelastungen sind die Teilsicherheitsbeiwerte kleiner als für solche aus Erfahrungswerten. Beim genehmigten System darf mit Erfahrungswerten vorbemessen werden. Den Bemessungswert liefert dort die Probebelastung. Bestätigt sie die Vorbemessung nicht, ist der Pfahl länger zu wählen.

Anordnung beim genehmigten System

Für Belastung und Anordnung der Pfähle gibt der Bescheid Z-34.15-253 Regeln vor. Sinngemäß gehören dazu:

  • Die Pfähle werden planmäßig nur in Pfahlachse belastet. Waagerechte Lasten dürfen höchstens 3 % der senkrechten Last betragen.
  • Die Pfähle sind so anzuordnen, dass eine ungewollt außermittige Last keine Biegung erzeugt. Möglich sind zum Beispiel mindestens drei Pfähle unter einer Einzellast wie einer Stütze oder zwei Pfahlreihen unter einer Linienlast wie einer Wand.
  • Eine Gruppenwirkung benachbarter Pfähle lässt sich nur bei ausreichendem Abstand ausschließen. In der Regel muss der Achsabstand dafür mindestens so groß sein wie die Pfahllänge. Sonst ist zu prüfen, wie sich die Pfähle gegenseitig beeinflussen. Das gilt für dieses System und ist kein Mindestabstand für kurze Schraubfundamente.

Was im Fundamentplan steht

Der Fundamentplan zeigt Auflagepunkte und Lasten je Punkt. So ist zum Beispiel der allgemeine Fundamentplan eines Containerherstellers aufgebaut. Beim genehmigten System enthält die Ausführungsplanung zudem die Details. Dazu gehören Stücklisten, Ausführungsangaben sowie Mindest- und Höchstwerte der Drehmomente.

Welchen Abstand brauchen Schraubfundamente? Beispiele je Anwendung

Das legt der Fundamentplan Ihres Vorhabens fest, und er geht immer vor. Die Tabelle zeigt nur Beispiele mit ihrer Bedingung, keine Bemessung. Achsmaß heißt Abstand von Mitte zu Mitte.

Anwendung Beispiel für Abstand oder Anzahl Bedingung Mehr
Holzhaus Ein Fachbetrieb: etwa 25 bis 35 Fundamente (114 mm, 2 bis 3 m) bei rund 100 m² Grundfläche je nach Statik und Boden. Ein Raster ist nicht belegt Holzbau, Hausbau · anfragen, kostenlos und unverbindlich
Tiny House Ein Fachbetrieb: etwa 8 Schraubfundamente, mit und ohne Fahrgestell genaue Zahl aus der Gründungsstatik Tiny House und Modulhaus · anfragen, kostenlos und unverbindlich
Container Eine Produktlinie von Raumcontainern: mindestens 4 Auflagepunkte bei 10 Fuß, 6 bei 16 und 20 Fuß, mindestens 8 bei 24 und 30 Fuß. Ein Fachbetrieb: 4 Eckfundamente unter einem 20-Fuß-Bürocontainer, 6 bis 8 bei 40 Fuß oder mehrgeschossig Widerspruch bei 20 Fuß: Die Produktlinie verlangt 6 Punkte, der Fachbetrieb setzt 4. Es gilt die Vorgabe des Herstellers Ihres Containers Container · anfragen, kostenlos und unverbindlich
Lange Schraubpfähle mit Bauartgenehmigung Achsabstand in der Regel mindestens gleich der Pfahllänge, sonst gegenseitige Beeinflussung prüfen nur System Z-34.15-253 Zulassung und Statik
Carport Bei einem Pultdach-Modell gehört die Pfostenzahl zur Statik und lässt sich aus statischen Gründen nicht verringern. Ein Fachbetrieb setzt unter ausgesteifte Pfosten Fundamente mit 114 mm Durchmesser und 1,7 bis 2,0 m Länge kein Raster belegt. Beim Fachbetrieb mit Statiknachweis Carport · anfragen, kostenlos und unverbindlich
Terrasse Musterplan 4 × 4 m: Schraubfundamente unter einem Kantholz 6 × 12 cm höchstens 1,5 m auseinander, empfohlen 1,3 m. Die Balken der Basis-Ebene liegen dort 0,80 m auseinander. Ein Fachbetrieb: 1,5 bis 2 m unter einer Holzunterkonstruktion aus Kanthölzern (z. B. 80 × 160 mm) oder Aluschienen. Bei Trägeraufbau setzt er sie 2 bis 3,5 m auseinander Musterplan: angenommen 400 kg je m², Vordimensionierung ohne Gewähr. Fachbetrieb: Erfahrungswert, ersetzt keine Statik Terrasse · anfragen, kostenlos und unverbindlich
Terrassendielen Den Abstand der Unterkonstruktion gibt der Dielenhersteller vor. Faustformel für Holzbretter: höchstens 20-fache Brettdicke, bei 28 mm also 56 cm betrifft die Unterkonstruktion, nicht die Fundamente Terrasse
Gartenhaus Musterplan 4 × 4 m: wie bei der Terrasse höchstens 1,5 m, empfohlen 1,3 m unter einem Kantholz 6 × 12 cm. Die Kanthölzer liegen dort 0,80 m auseinander. Ein Fachbetrieb: etwa 1,5 bis 2 m unter Kanthölzern 80 × 120 bis 100 × 160 mm, die 60 cm auseinanderliegen Musterplan: 200 kg je m² Nutzfläche, Schneelast Zone 2, lehmig-mittelfester Boden, ohne Gewähr. Fachbetrieb: Messart nicht genannt Gartenhaus · anfragen, kostenlos und unverbindlich
Zaun Achsmaß der Pfosten ca. 2,53 m in einer Montageanleitung für Doppelmattenzäune, Pfosten 60 × 40 mm Anleitung für Pfosten in Betonfundamenten Zaun und Sonnensegel · anfragen, kostenlos und unverbindlich

Der Abstand der Schraubfundamente unter einem Kantholz ist etwas anderes als der Abstand der Kanthölzer zueinander. Musterplan und Fachbetrieb stehen jeweils für sich. Sie gelten für verschiedene Kantholzquerschnitte, der Musterplan für 6 × 12 cm, der Fachbetrieb für Kanthölzer ab 80 × 120 mm. Mitteln Sie die Werte deshalb nicht.

Für Wärmepumpen, Hallen und Photovoltaik-Freiflächen haben wir kein belegtes Raster.

Welche Kopfform passt, und wie wird angeschlossen?

Das hängt davon ab, was auf dem Fundament befestigt wird. Die Tabelle zeigt übliche Kopfformen, mehr dazu unter Grundlagen.

Kopfform Wofür, zum Beispiel
U-Aufnahme gängige Holzbalkenmaße, liegende und stehende Hölzer, etwa Carport und Holzterrasse
zentriertes Gewinde Objekt wird direkt angeschraubt, etwa Fertiggarage oder Container
Rohrhülse mit Gewindeschrauben senkrechte Montage von Masten und Zaunpfosten
Flansch, rund oder eckig Objekt wird am Flansch befestigt

Beim genehmigten System ist der Pfahlkopf plan und zentriert anzuschließen und dauerhaft gegen Verdrehen zu sichern. Anbindung und Korrosionsschutz des Kopfes sind gesondert nachzuweisen. Auch nötige Passstücke sind bei diesem System werkseitig herzustellen.

Ein Fachbetrieb verwendet bei Holzgebäuden feuerverzinkte Kopfplatten 200 × 200 × 12 mm mit M24-Verschraubung. Über diese Verschraubung leitet er auch Zugkräfte ein. Pfostenträger oder H-Anker schraubt er darauf, wenn die Statik Lochabstände und Biegemomente freigibt. Liegt eine Schwelle auf nur einer Pfahlreihe, setzt er biegesteifere Rohre ein, bei Bedarf auch Schrägpfähle oder Horizontalkraftverstärker.

Carport-Bausätze geben den Anschluss teils selbst vor, etwa mit Pfostenankern oder H-Ankern.

Holzschutz am Stützenfuß

Für die Gebrauchsklasse 0 halten Stützenfüße mindestens 30 cm Abstand zu befestigtem Gelände und 15 cm zu Kies. In dieser Klasse ist das Holz weder durch Feuchte noch durch Insekten gefährdet. Der Abstand ist eine von mehreren Bedingungen der Einstufung, kein Pflichtmaß.

Ein höherer Anschluss kann die Standsicherheit beeinflussen. Mehr unter Holzbau: Anschlussdetail.

Toleranzen und Höhenausgleich

Beim genehmigten System ist mit ±30 mm Lage-, ±5 mm Höhen- und ±2 % Neigungsabweichung des Pfahlkopfes zu rechnen. Die aufgehende Konstruktion ist dafür zu bemessen. Für ein anderes Fabrikat ist senkrechter Einbau mit ±2° Toleranz vorgegeben. Das ist eine andere Größe, die sich nicht direkt vergleichen lässt.

Für den Höhenausgleich am Kopf gibt es zum Beispiel diese Lösungen.

  • Bei einem Fabrikat wird ein Gewindeadapter mit Gewindestange auf Höhe gedreht und mit einer Kontermutter fixiert. Für Fundamente mit 60 mm Durchmesser hat er ein Gewinde M12 und 31 bis 58 mm Aufbauhöhe, für 76 bis 114 mm ein Gewinde M24 und 50 bis 75 mm. Vorgesehen ist der Adapter unter anderem für Photovoltaik und Leichtbau.
  • Ein Fachbetrieb gleicht Höhen über verstellbare Gewindeköpfe, Spindeln, Passstücke oder Unterlegplatten aus. Die Kopfhöhen misst er vor dem Abbund mit Rotationslaser oder Nivelliergerät ein.
  • Bei den Containern eines Herstellers werden nicht waagerechte Auflagepunkte in Breite des Rahmenprofils unterlegt.

Tipp: Fragen Sie Toleranzen und Verstellbereiche des gewählten Systems vor dem Abbund ab. Nicht jeder Katalog nennt Verstellbereiche in Millimetern.

Nachweise und Dokumentation

Unterlage Inhalt Wer
Bodengutachten geotechnischer Bericht über den Baugrund meist ein Sachverständiger der Geotechnik
Standsicherheitsnachweis in Bayern mit Angaben zu Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Baugrunds (§ 10 Abs. 2 BauVorlV) bei Gebäudeklasse 1 bis 3 ein eingetragener Tragwerksplaner (§ 66 Abs. 2 der Musterbauordnung, Fassung 2024). Es gilt die Bauordnung Ihres Landes. Prüfung oder Bescheinigung je nach Gebäudeklasse und Landesrecht
Bericht der Probebelastung Pfahl wird vor Ort gezielt belastet, auf Druck nach DIN EN ISO 22477-1, auf Zug nach Teil 2. Genehmigtes System: mindestens zwei Probepfähle je Bereich vergleichbaren Baugrunds genehmigtes System: Hersteller oder in Verantwortung des Tragwerksplaners
Einbauprotokoll Drehmoment je Pfahl, beim genehmigten System vorgeschrieben. Ein Fachbetrieb protokolliert Drehmoment und Tiefe, im Montagepreis enthalten Maschinenführer beim Eindrehen
Abnahmeprüfung Prüfung eingebauter Pfähle. Genehmigtes System: 3 % der Pfähle, mindestens zwei je Bereich, bis zur festgelegten Prüfkraft –
Übereinstimmungserklärung Bestätigung, dass nach Bescheid und Planungsunterlagen gebaut wurde, für die Bauakte ausführende Firma
Bescheid vollständig, muss an der Anwendungsstelle vorliegen dem Anwender in Kopie zur Verfügung gestellt

Werte und Pflichten aus dem Bescheid gelten nur für das System Z-34.15-253, eine allgemeine Bauartgenehmigung. Allgemein folgen Gründungen mit Schraubfundamenten den Technischen Baubestimmungen. Auch dafür verlangt § 16a Abs. 5 MBO (Fassung 2024) eine Bestätigung der Übereinstimmung.

Nach § 16a Abs. 2 MBO braucht eine Bauart, die wesentlich von den Technischen Baubestimmungen abweicht, eine allgemeine oder vorhabenbezogene Bauartgenehmigung. Dasselbe gilt für eine Bauart, für die es keine allgemein anerkannten Regeln der Technik gibt. Abs. 3 regelt den Sonderfall, dass ein Prüfzeugnis an die Stelle der Genehmigung tritt. Abs. 4 regelt den Verzicht, wenn keine Gefahren zu erwarten sind.

Am Ende gilt die Landesbauordnung. Für die Geotechnik nennt die MVV TB 2025/1 unter anderem DIN EN 1997-1 mit nationalem Anhang und DIN 1054:2021-04. Verbindlich ist, was Ihr Land eingeführt hat. Mehr unter Zulassung und Statik.

Diese Seite ist keine Rechtsberatung. Klären Sie Nachweise im Einzelfall mit Tragwerksplaner und Bauamt.

Woher kommen CAD-, BIM- und Herstellerdaten, und worauf achten Sie?

Die Daten kommen vom Hersteller des gewählten Systems. Schraubgrund selbst stellt keine CAD-, DWG- oder BIM-Dateien bereit. Anbieter im Überblick finden Sie unter Hersteller. Zu haben sind unter anderem diese Unterlagen.

  • Datenblätter nennen etwa charakteristische Tragwerte je Boden und Länge.
  • Eine Sortimentsübersicht ordnet zum Beispiel jedem Typ eine Baugrund- und eine Windlast-Einstufung zu. Eine Bemessung ist das nicht.
  • Muster-Fundamentpläne gibt es für Gartenhaus und Terrasse. Sie sind eine Vordimensionierung ohne Gewähr und ersetzen keine statische Berechnung.
  • Der Hersteller des genehmigten Systems bietet Ausschreibungstexte, einen Katalog und einen Flyer zur Bauartgenehmigung an.
  • Die Kennwerte des genehmigten Systems stehen in den Anlagen des Bescheids und in der Leistungserklärung nach DIN EN 1090-1.
  • Ein Hersteller von Befestigungstechnik, der auch Schraubfundamente führt, bietet ein BIM-Portal an. Nach Registrierung gibt es dort Dateien unter anderem als IFC, RFA, STEP und DWG. Ob Schraubfundamente dabei sind, ist nicht angegeben.

IFC steht für Industry Foundation Classes. Das ist ein offener Standard für den Austausch von Bauwerksmodellen, registriert als DIN EN ISO 16739-1.

Prüfliste für Herstellerdaten

  • Gilt die Datei genau für Typ, Durchmesser, Länge und Kopf, die Sie planen, und für Ihren Boden?
  • Sind die Tragwerte charakteristisch? Dann fehlen noch die Sicherheitsbeiwerte.
  • Passen Kopfhöhe und Verstellbereich zu Ihrer Höhenplanung?
  • Geben Sie einen Bescheid nur vollständig weiter.
  • Ein Bauteil im Modell ersetzt keinen Nachweis. Die Tragfähigkeit wird in der Regel je Bauvorhaben ermittelt.

Nutzer/Fachbetrieb – anonymisierte Detail- und Schnittzeichnungen des Fachbetriebs (Kopfplatte, Schwellenanschluss, Container-Adapter; laut Fragebogen vorhanden, Rückfrage 22) als PDF oder DWG veröffentlichen? Freigabe, Bildrechte, Haftungshinweis

Wie beschreiben Sie die Leistung in der Ausschreibung?

Als Maßstab taugen aus unserer Sicht die Regeln zur Leistungsbeschreibung, die für öffentliche Auftraggeber gelten. Sie stehen in § 7 der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, Teil A, kurz VOB/A (Abschnitt 1, Ausgabe 2019). Für private Bauherren ist die Vorschrift nicht verpflichtend, die Anforderungen lassen sich aber übernehmen.

  • Die Leistung ist eindeutig und erschöpfend zu beschreiben, damit alle Unternehmen sicher kalkulieren können (§ 7 Abs. 1 Nr. 1).
  • Boden- und Wasserverhältnisse sind so zu beschreiben, dass das Unternehmen ihre Auswirkungen beurteilen kann (§ 7 Abs. 1 Nr. 6).
  • Abschnitt 0 der ATV DIN 18299 ff. ist zu beachten (§ 7 Abs. 1 Nr. 7). DIN 18299 gehört zur VOB Teil C, ihr Abschnitt 0 heißt „Hinweise für das Aufstellen der Leistungsbeschreibung“.
  • Die Beschreibung soll produktneutral sein. Marken oder Typen werden nur ausnahmsweise genannt, und dann mit dem Zusatz „oder gleichwertig“ (§ 7 Abs. 2).
  • Die Leistung wird in der Regel durch eine Baubeschreibung und ein Leistungsverzeichnis beschrieben, wo nötig mit Zeichnungen oder statischen Berechnungen (§ 7b). Das Leistungsverzeichnis ist die Liste der Teilleistungen.

Welche ATV gilt? Nach ihrer Kurzbeschreibung gilt DIN 18304 für das Einbringen durch Rammen, Rütteln oder Pressen. DIN 18301 gilt nach ihrer Kurzbeschreibung für Bohrungen, unter anderem für Verdrängungspfähle. Das Eindrehen nennen beide Kurzbeschreibungen nicht. Welche ATV und welche zusätzlichen Vertragsbedingungen gelten, legen Sie mit Ihrem Planer im Vertrag fest.

In die Leistungsbeschreibung gehören diese Punkte:

  • Baugrundgutachten und Wasserverhältnisse
  • Fundamentplan bzw. Lasten je Auflager
  • Typ, Länge, Korrosionsschutz, etwa Feuerverzinkung vorgefertigter Stahlteile nach DIN EN ISO 1461
  • Probebelastung und Abnahmeprüfung mit Bericht, soweit Statik oder System sie verlangen, beim genehmigten System vorgeschrieben
  • Einbauprotokoll mit Drehmoment, beim genehmigten System vorgeschrieben
  • Toleranzen, Höhenvorgabe, wer einmisst
  • Leitungsauskunft
  • Zufahrt für die Maschine, bei einem Fachbetrieb etwa 1,80 m breit
  • Vorbohren bei Fels, Pflaster, Asphalt oder Beton
  • beim genehmigten System die Übereinstimmungserklärung

Für den Austausch von Leistungsverzeichnissen gibt es GAEB DA XML. Das ist ein Standard, der in AVA-Programmsystemen verankert ist. AVA steht für Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung. Ausschreibungstexte von Herstellern schreiben Sie produktneutral um.

Unterlagen für Angebot und Statik: Checkliste

Die Liste folgt den Schritten des Anfrageformulars. Fehlt etwas, können Sie trotzdem anfragen.

Schritt im Formular Was Sie bereithalten
Projekt Projektart, etwa Haus, Holzbau, Container, Terrasse, Gartenhaus, Carport oder Zaun
Größe Außenmaße. Bei Haus, Tiny House und Modulhaus die Geschosse, beim Zaun Länge und Höhe, beim Sonnensegel die Zahl der Masten. Bei der Wärmepumpe, falls bekannt, Gewicht, Maße und Abstand der Befestigungspunkte
Grundstück Gelände und, falls vorhanden, Höhenplan. Untergrund und Bodengutachten. Zufahrt für die Einbaumaschine, in der Regel etwa 1,80 m breit
Unterlagen: Zaun, Gartenhaus, Terrasse, leichte Carports Montageanleitung oder Bauplan. Bei ausgesteiften Carports zusätzlich eine Statik
Unterlagen: Haus, Tiny House, Modulhaus, Holzbau, Container, Halle Gründungsstatik und Fundamentplan oder Lastangaben je Auflager
Unterlagen: für alle Projekte Fotos von Baufeld und Zufahrt, Grundriss mit Achsraster, Leitungspläne, falls vorhanden. Das Formular nimmt PDF, JPG, PNG und HEIC an. CAD-Dateien wie DWG oder IFC legen Sie als PDF exportiert bei
Zeitplan gewünschter Zeitraum. Hinweise, etwa auf Leitungen im Boden
Kontakt Land und PLZ der Baustelle, nicht des Wohnorts

Statik und Bodengutachten beauftragen und bezahlen Sie als Bauherr. Im Preis des Fachbetriebs sind sie nicht enthalten. Ob das Einbauprotokoll im Preis enthalten ist, steht im Angebot. Bei einem Fachbetrieb ist es enthalten. Mehr zu den Preisen lesen Sie unter Was ein Schraubfundament kostet.

Anfrage mit Unterlagen stellen

Wir geben Ihre Anfrage an einen geprüften Fachbetrieb weiter, der Projekte wie Ihres schon gebaut hat. Angefragt wird Lieferung mit Einbau. Pläne, Statik und Fotos hängen Sie als PDF oder Bild direkt an. Fehlt für ein Angebot noch etwas, melden wir uns vorher bei Ihnen. Sobald wir Ihre Anfrage weitergegeben haben, meldet sich der Fachbetrieb in der Regel innerhalb von 3 Werktagen.

Projekt mit Unterlagen anfragen – kostenlos und unverbindlich

Mit Vorauswahl: Haus, Holzbau, Container – jeweils kostenlos und unverbindlich

Quellen

Diese Seite wurde am 27.10.2026 überarbeitet.

  1. Bayerische Bauvorlagenverordnung (BauVorlV) vom 10.11.2007 (GVBl. S. 792), zuletzt geändert durch § 13 Abs. 2 des Gesetzes vom 23.12.2024 (GVBl. S. 619), PDF gesetze-bayern.de · Gesetz · abgerufen am 2026-10-19
  2. Bekanntmachung der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen Teil A (VOB/A) – Ausgabe 2019 – vom 31. Januar 2019, BAnz AT 19.02.2019 B2 · Gesetz · abgerufen am 2026-10-19
  3. DIBt: Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) 2025/1, Amtliche Mitteilungen 2025/3 (20.05.2025, mit Druckfehlerberichtigungen 29.07. und 22.10.2025) · Gesetz · abgerufen am 2026-10-17
  4. Musterbauordnung (MBO), Fassung November 2002, zuletzt geändert durch Beschluss der Bauministerkonferenz vom 26./27.09.2024 (PDF über DIBt) · Gesetz · abgerufen am 2026-10-17
  5. DIBt Allgemeine Bauartgenehmigung Z-34.15-253: KRINNER V-Serie - Schraubpfahl als Gründungselement für bauliche Anlagen (22.12.2023) · Zulassung · abgerufen am 2026-10-17
  6. DIBt Allgemeine Bauartgenehmigung Z-34.15-253: KRINNER V-Serie - Schraubpfahl als Gründungselement für bauliche Anlagen (22.12.2023); Z-34.15-254; Z-34.15-256 · Zulassung · abgerufen am 2026-10-17
  7. BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft: Baustein C 472 Erdverlegte Leitungen (07/2021) · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  8. BIM für Bundesbauten: BIM-Handbuch, Arbeitshilfe Datenaustausch (Herausgeber BMVg, BMWSB und BImA, Stand Juli 2023) · Behörde · abgerufen am 2026-10-19
  9. DIBt Informationsportal Bauprodukte und Bauarten: Schraubfundamente, Stabanker und ähnliche · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  10. DIBt: FAQs on the German regulatory system for construction products and construction techniques · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  11. DIBt: Stand der Umsetzung der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) in den Ländern, Stand 26.06.2026 · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  12. Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG): Informationsblatt „Einführung des DHHN2016 in Hessen zum 1. Juli 2017“ (Stand 16.08.2018) · Behörde · abgerufen am 2026-10-19
  13. Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen 2025/1 (MVV TB 2025/1), DIBt · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  14. MVV TB 2025/1, DIBt · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  15. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: Kurzinformation „Das Baugrund- und Gründungsgutachten“, WD 7 - 3000 - 143/20 (18.01.2021) · Behörde · abgerufen am 2026-10-17
  16. Universität der Bundeswehr München, Institut für Bodenmechanik und Grundbau: Kurzbericht DIBt-Forschungsvorhaben P52-5-11.79-1421/12 „Tragfähigkeit von Schraubfundamenten unter statischer und zyklischer Last“ (Fraunhofer IRB) · Wissenschaft · abgerufen am 2026-10-17
  17. DIN Media: DIN 18301:2023-09 VOB Teil C: ATV – Bohrarbeiten · Verband · abgerufen am 2026-10-20
  18. DIN Media: DIN 18304:2019-09 VOB Teil C: ATV – Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten · Verband · abgerufen am 2026-10-20
  19. DIN Media: DIN 4020:2010-12 Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke – Ergänzende Regelungen zu DIN EN 1997-2 · Verband · abgerufen am 2026-10-17
  20. DIN Media: DIN EN ISO 22477-1:2019-12 Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Prüfung von geotechnischen Bauwerken und Bauwerksteilen – Teil 1: Statisch axiale Pfahlprobebelastung auf Druck · Verband · abgerufen am 2026-10-17
  21. DIN Media/DIN: Inhaltsverzeichnis DIN 18299:2023-09 VOB Teil C: ATV – Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art · Verband · abgerufen am 2026-10-19
  22. holzbau handbuch Reihe 5 Teil 2 Folge 2: Holzschutz – Bauliche Maßnahmen, 2. Auflage 01/2023 (Holzbau Deutschland-Institut e.V., Informationsdienst Holz) · Verband · abgerufen am 2026-10-17
  23. Institut Feuerverzinken: Arbeitsblatt F2 DIN EN ISO 1461 (Stand 08/2025) · Verband · abgerufen am 2026-10-17
  24. baublatt Nr. 18 (3.9.2021), J. Zeitner: Schraubfundamente – Solide bauen ohne Beton · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17
  25. Fertighaus.de Lexikon: Frostschürze · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17
  26. Ziegler, M.: 1.1 Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau. In: Witt, K. J. (Hrsg.): Grundbau-Taschenbuch, Teil 1, 8. Auflage 2017, Ernst & Sohn (Leseprobe Wiley-VCH) · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17
  27. Ziegler, M.: 1.1 Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau. In: Witt, K. J. (Hrsg.): Grundbau-Taschenbuch, Teil 1: Geotechnische Grundlagen, 8. Auflage, Ernst & Sohn (Leseprobe Wiley-VCH) · Fachpresse · abgerufen am 2026-10-17

Vorschau: 27 von 122 Fakten-IDs dieser Seite führen zu einer zulässigen Quellenart. Aussortiert: 59 (Hersteller, Handel, Fachbetrieb und Ähnliches) . Die endgültige Liste prüft die Haupt-Session; siehe berichte/quellen-je-seite.md.